Malzfabrik

August 2016

Ruinen untergegangener Betriebe prägen viele Orte heutzutage. Bereits aus weiter Entfernung kann man das imposante Gebäude, welches auch hier das Ortsbild prägt sehen. Wind und Wetter nagen schon sehr lange an der ehemaligen Malzfabrik und langsam verfällt das markante Gebäude immer mehr. Mit der beginnenden Industriealisierung erbaute man hier zuerst eine Saftfabrik, ehe man sich später auf die Herstellung von Malz spezialisierte. Schon zu Anfangszeiten konnte man 30.000 Zentner Gerste verarbeiten, innerhalb weniger Jahre konnte man die Menge aber verdreifachen. Wie viele andere Betriebe wurde die Fabrik nach dem Zweiten Weltkrieg in ein VEB umgewandelt.

Wann der Betrieb letztlich geschlossen wurde konnte nicht genau ermittelt werden. Im Ort ist man sich aber sicher, dass sich niemand mehr finden wird, der sich um die Immobilie kümmern wird. Ein Unternehmen, welches sich im Grundbuch noch als Eigentümer ausgibt, ist schon vor Jahren insolvent gegangen. Man hofft jedoch, dass die ehemaligen Besitzer sich irgendwann aus dem Grundbuch austragen werden, dann könnte man das herrenlose Gebäude abreißen und die neuen attraktiven Wohngrundstücke mitten in der Ortschaft schnell vermarkten.

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