Bunker Koralle

„Schwer vorstellbar, daß der U-Bootkrieg in allen sieben Meeren von diesem märkischen Kiefernwäldchen aus geführt wird. „Koralle“ – wer nur auf diesen Namen gekommen sein mag. Für ein Stabsquartier unter Kiefern ausgerechnet Koralle“

LOTHAR GÜNTHER BUCHHEIM DIE FESTUNG, S. 150

Bunker Koralle Netzersatzanalage

April 2017

Das Lager Koralle war der Deckname einer militärischen Anlage in der sich zum Ende des 2. Weltkrieges das Führungszentrum des Oberkommandos der Kriegsmarine (OKM) befand. Ursprünglich als Marine Nachrichtenschule 1939 in Auftrage gegeben wurde das OKM nach der wachsenden Gefahr in Berlin durch Fliegerbomben 1943 hierhin verlegt. Kurz danach wurde auch die Hauptfunkstelle des Befehlshabers der U-Boote (BdU) hier eingerichtet.

In dem unterirdischen mit vier Etagen ausgestatteten Bunker war das OKM untergebracht und steuerte aus dem kleinen brandenburgischen Kiefernwald den gesamten Krieg auf den Weltmeeren. Zeitweise waren auf dem Gelände ca. 1500 Wehrmachtsangehörige und Zivilisten beschäftigt. Neben dem unterirdischen Bunker gab es zusätzlich noch einen Flak- und Hochbunker und mehrere Baracken und ein Offizierscasino welche unterirdisch miteinander verbunden waren.

Heute verschwindet die gesprengte Anlage immer mehr im dichten Wald und wird zunehmend von Moos überwachsen, kyrillische Botschaften erinnern an den Wänden noch an die Sowjetischen Besatzer. Nur wenige wissen von den versteckten Ruinen im Wald, denn die Erinnerung verblasst, wie auch die Erinnerung an Graf Schenk von Stauffenberg und dessen Bruder, der hier den Schwur der Verschwörer für die „Zeit danach“ diktierte.

„Wir glauben an die Zukunft der Deutschen. Wir wollen eine Neue Ordnung, die alle Deutschen zu Trägern des Staates macht und ihnen Recht und Gerechtigkeit verbürgt.“

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