Garnisonverein St. Barbara

Margareta mit dem Wurm, Barbara mit dem Turm, Katharina mit dem Radl, das sind die drei heiligen Madl. I Mai 2014

Barbara von Nikomedien „die Fremde“, war eine christliche Jungfrau, Märtyrin und Heilige. Sie zählt zu den vierzehn Nothelfern die trotz Verfolgung und Tod ihrem Glauben Wehr- und Standhaft blieben. Zu Zeiten der Christenverfolgung besuchte sie gegen den Willen ihres Vaters eine Gruppe junger Christen. Da dieser nicht nur gegen diese Glaubensrichtung war sondern sie auch bereits einem Mann des kaiserlichen Hofes versprochen hatte, sperrte er sie in einen Turm. Mit Marterungen und Peinigungen versuchte er sie umzustimmen, doch als dies nicht gelang beschloss er sie zu töten. Barbara konnte jedoch in einen Felsspalt fliehen der sich vor ihr auftat. Durch einen Verrat wurde sie aber trotzdem gefunden.

Der Vater brachte sie in die Stadt wo sie zum Tode verurteilt wurde. Nach unzähligen Misshandlungen durch den Statthalter hingen am Ende nur noch einige Hautfetzen an ihrem Körper herunter. Doch in der Nacht erschien in ihrer Zelle Christus und heilte ihre Wunden. Am folgenden Tag wurden die Folterungen durch Keulen und Fackeln fortgesetz und ihr in der Öffentlichkeit die Brüste abgeschnitten. Zu ihrem letzten Gebet erschien ihr ein Engel der sie in ein weißes leuchtendes Gewand hüllte. Kurz darauf war es der Vater der sie enthauptete und dann selbst von einem Blitz getroffen wurde und verbrannte.

Heute wird die heilige Barbara oft als Jungfrau mit dem Attribut des Turmes dargestellt. Aufgrund des Schutzes durch einen Felsen gilt sie besonders unter Bergleuten als Schutzpatronin. In vielen Bergwerken findet man daher Schreine mit der Darstellung der Barbara. Doch auch die militärische Artillerie nahm sich ihr an. Während der Belagerung einer Stadt konnten die Geschosse der Stadtmauer keinen Schaden zufügen. Erst der Ruf der Heiligen entfachte das Feuer und sie fiel nach wenigen Schüssen.

Der Verein Garnisongeschichte Jüterbog „St. Barbara“ e.V. erforscht die Militärische Geschichte und Kriegshandlungen rund um Jüterbog. Der Verein gründete sich im Jahr 1998. Ein Großteil ihrer Arbeit betrifft die Sammlung und Restaurierung von Zeugnissen der Militärgeschichte. In der musealen Einrichtung werden Militärtechnik, Bewaffnung und Soldatenalltag gezeigt. Zur alljährlichen Garnisonschau werden aufwendig restaurierte historische Fahrzeuge vorgeführt. Zusätzlich werden Führungen in umliegende Militäreinrichtungen angeboten.

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